Kromfohrländer vom Etzelberg


      Die gesunde Hundeernährung - Das Barfen

                   (Fütterung von rohem Fleisch)

 

 

 Auch der kleinen Jamaika schmeckt ihr Rohfutter mit Gemüse, Öl und Eierschalen  

 

 

    

        

Mit einem Stück Suppenfleisch vom Rind fing das Barfen an...    Hühnerleber, Hering, Spaghetti, Möhren                         Schmeckt das gut...

 

 

 

Als "Ersthunde-Halter" fragten wir uns, welche Ernährung für unseren kleinen Kromi Biscottini wohl die beste und gesündeste sei.

 

Auf keinen Fall Trockenfutter, das war klar. Zum einen hatte unsere Züchterin dringend davon abgeraten und auch wir konnten uns nicht vorstellen, dass diese Art Futter einem Hund ein Leben lang schmecken könnte.

Nachdem wir gelesen hatten, was außer wichtigen Zutaten außerdem an Abfällen und Sonstigem im Trockenfutter verarbeitet wird und

es dennoch immer gleich aussieht, wurde erst einmal Dose gefüttert.

Kromfohrländer können mäkelig sein. Biscottini mochte manche Dose sehr gerne, andere ließ sie stehen. Wenn es allerdings mal rohes Rinderhack mit Eigelb gab, war der Napf blankgeleckt. Auch Suppenfleisch war immer sehr willkommen. Mit Lust und Liebe

wurde erst der Markknochen ausgeschleckt und dann genussvoll das Fleisch zerlegt.

Nachdem ich mich immer mehr mit der Rohfütterung beschäftigt hatte und die Beschaffung per Internet auch kein Problem darstellte, wurde Biscottini´s Ernährung umgestellt.

Auch hierbei hat sie Vorlieben (Blättermagen, Hähnchenkarkasse, Fisch) und Fleischsorten, die sie nicht so mag und die ich verstecken

oder leicht anbraten muss, damit sie alles und abwechslungsreich frisst (Innereien). 

 

-Warum füttere ich mit rohem Fleisch?

Der Hund ist von Natur aus ein Fleischfresser. Meist bekommen die Jäger des Rudels (egal ob Wolf oder Löwe) die besten Stücke der Beute und es geht nicht immer gerecht zu. Wir Menschen können vielfältig füttern und auf Ausgewogenheit achten. Mir ist es wichtig zu sehen, was mein Hund frisst. Das Fleisch riecht nach Fleisch (zugegeben: Blättermagen riecht für Menschennasen nicht so gut ) und Gemüse oder Obst werden als

Smoothie (püriert mit Öl, Eigelb und Kräutern) dazu gegeben. Wenn ich sehe, wie genussvoll Biscottini den Napf leert, dann habe ich ein gutes Gefühl.

Denn auch bei meiner Ernährung bin ich kritisch und kaufe keine Fertigkost. 

Einen fleischlosen Tag oder sogar einen Fastentag in der Woche sollte der Hund einhalten, denn in der Natur gibt es auch nicht jeden Tag Beute und der Magen/Darm kann sich reinigen. Ich füttere dann Joghurt oder Hüttenkäse oder Nudeln.

Rohfleischige Knochen (z.B. vom Kalb) und Puten- oder Hühnerhälse gehören genauso auf den Speiseplan wie rohes Eigelb und verschiedene

Zusätze (hochwertiges Öl, gemahlene Eierschale, Algen usw.)

 

    

- Worauf muss ich achten, wenn ich die Ernährung meines Hundes auf Rohfütterung umstellen möchte?

 

 

1. Zuerst einmal sollte man sich eingehend mit dem Thema Barfen beschäftigen und ein gutes Buch darüber lesen

(z.B. BARF von Swanie Simon, NATURAL DOG FOOD von Susanne Reinerth).

Dann sieht man, dass es gar nicht so schwierig ist seinen Hund artgerecht zu füttern.

 

2. In diesen Büchern wird auch auf Nahrungsmittel eingegangen, die der Hund schlecht oder gar nicht verträgt

(z.B. ist Schokolade in großen Mengen giftig, rohes Schweinefleisch kann ebenso krank machen).

 

3.Einen guten Lieferanten via Internet suchen oder beim Metzger vor Ort nachfragen. Die Rohfütterung ist übrigens

kostengünstiger als Dose oder Trockenfutter.

 

4. Fleisch antauen lassen, aus der Verpackung nehmen und in einer Schüssel/Teller über Nacht auftauen lassen.

Gemüse kann püriert werden und einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt oder in kleinen Portionen (Schnapsgläser aus Plastik)

eingefroren werden.  Das Fleisch-Gemüse-Öl-Zusätze-Menü zimmerwarm servieren!

 

 

Übrigens, auch Welpen können problemlos gebarft werden...

(Wölfe kaufen auch kein Welpenfutter im Supermarkt)

 

Internetadressen für Barfer:

                                               www.happypets-much.de

                                                www.haustierkost.de

                                                www.kv-shop.de 

                                                                  

 

                     Rezepte für bewährte Hundekekse zum Nachbacken:)

 

                                            Thunfischkekse      

Zutaten: 130 g Dinkelvollkornmehl, 60 g gemahlene Haselnüsse, 30 g Butter oder Margarine, 2 Eier,

                  1/2 Pä Backpulver, Thunfisch im eigenen Saft, Gemüse (geriebene Möhre, Zucchini etc.) evt. 

                   noch etwas Milch oder Wasser. Die Masse sollte Cremig-streichfähig sein.  Alle Zutaten im Hand-

                   rührgerät vermischen und auf ein Backblech streichen. 25 Min. bei 175 Grad backen und nach

                   dem Abkühlen in kleine Stücke schneiden oder reißen. Einen Teil einfrieren, lufttrocken lagern

                   und/oder im Kühlschrank aufbewahren (dort halten die Kekse etwa eine Woche)

                                                  

                                                 Deftige Hundeknochen

Zutaten: 220 g  Dinkelvollkornmehl, 100 g Hüttenkäse oder Quark, 100 g Apfelmus oder Karottengläschen 

                  für Babys, 50 g zimmerwarme Butter, 5 Eßl. Honig, 70 g Speckwürfel oder gebackene Leberstückchen

                  oder gebratenes Rinderhack). Die Zutaten im Handrührgerät verrühren (Knethaken) und ausrollen. 

                  Knochen oder Herzen ausstechen und bei 175 Grad 25 min backen. Diese Plätzchen werden fest, aber

                  man kann sie dennoch gut teilen.